| Mehrkämpfe

Hohes Niveau bei den Mehrkämpferinnen

In zwei Gerätesätzen gingen die 65 Deutschen Achtkämpferinnen und die Deutschen Sechskämpferinnen ihren Mehrkampf in Großsachsen an. Dank der guten Arbeit des Leitungsteam unter Sabine Kieckeben fanden die Wettkämpfe dieses ersten wie auch die, der folgenden Durchgänge exakt im Zeitplan und ohne besondere Hinderungsgründe statt.

Foto: F. Mondl

Fotos: N. Raufer

Das Leistungsniveau war teilweise sehr hoch, wobei natürlich rasch feststellbar war, welche Starterinnen ihren Leistungsschwerpunkt im Gerätturnen oder im leichtathletischen bzw.   schwimmerischen Bereich hat.

Geturnt wurden in allen Wettkämpfen je nach Alter in Leistungsklassen 2 oder 3. Sandra Hald, die mehrfache Deutsche Meisterin im Deutschen Achtkampf, die für ihren Verein SG Nußloch in der Verbandsliga der Turnerinnen an die Geräte geht, meinte auf die Frage, was ihr am Mehrkampf besonders gefällt: "Gemischte Wettkämpfe sind eine besondere Herausforderung. Die Chance nach ganz oben ist größer, denn im reinen Gerätturnen haben nur noch Turnerinnen aus den Leistungszentren eine Chance".

Ähnlich äußerte sich später auch Paula Gieser (ebenfalls Nußloch), die im Jahn-Neunkampf an den Start ging. Auf die Frage, ob sie das umfangreiche Training zeitlich "gebacken" bekommt, meinte sie, dass ihr Trainingsschwerpunkt schon im Gerätturnen liegt und die anderen Disziplinen mehr der Entspannung dienen.

Im Jahnwettkampf war dieses Jahr erstmals die Altersklasse 40+ ausgeschrieben, in der sich zwei Turnerinnen angemeldet hatten, obwohl sie sogar in einer Altersklasse 50+ hätten antreten dürfen. Dagmar Rothardt (TV Oberhausen), die älteste Aktive an diesem Wettkampftag meinte: "Ich mache schon seit 45 Jahren Turnwettkämpfe und seit über 30 Jahren einen Jahnwettkampf. Schon oft habe ich aufhören wollen, wenn aber dann die Turnfestmeldung ansteht, bin ich noch dabei".

Die BTB-Ressortleiterin Gerätturnen Christine Keller aus Heidelberg startete auch im Jahn-Neunkampf und machte in ihrer Altersklasse eine gute Figur. Das Wettkampfende machten 30 Sechskämpferinnen der Altersklasse 12/13, die vorher schon ihre leichtathletischen Disziplinen hinter sich gebracht hatten.

Noch ein paar allgemeine Bemerkungen: Mit dem TV Großsachsen und der TSG Seckenheim hat die Sachsenhalle für drei Wettkampftage optimale Betreuungsvereine gefunden. Wettkämpferinnen, Kampfrichterinnen und Zuschauer wurden mit vielen Speise- und Getränkeangeboten geradezu verwöhnt. Von der TSG Seckenheim erhielten die Kampfrichterinnen, die Wettkampfleitung und sogar die Pressevertreter wunderschöne (leere) Erinnerungsgläschen. Etwas Ärger gab es nur mit dem Transport, weil am Feiertag die Bahnen und die Turnfestlinie zu selten fuhren. Schließlich mussten alle von der Sachsenhalle ins Sepp-Herberger-Stadion nach Weinheim.

Eine Ausnahme machte ein Fahrer am zeitigen Vormittag, der die Turnerinnen direkt an den Eingang der Sachsenhalle fuhr und dafür mit Beifall überschüttet wurde. Soweit Diskussionszeit war, beschäftigten das neue Passwesen und der Datenschutz die Gemüter.