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| Faustball

DM u16 in Bretten

Nicht wie gewohnt im BrettenerHallensportzentrum, sondern in der Aschingerhalle im benachbarten Oberderdingen empfing Gastgeber TV Bretten die 12 besten Teams der Jugend U 16 weiblich.

Foto: H. Muckenfuß

Das Niveau war sehr ausgeglichen, es gab fast nur knappe Satzergebnisse. Am Ende belegten drei Mannschaften aus der Regionalgruppe Nord die Medaillenplätze.

Am Samstag ging es in vier Dreiergruppen um den Einzug in die Viertelfinals. Die Gruppendritten schieden nach nur 2 Spielen aus dem Rennen um die DM aus. Gastgeber SG TV Bretten/FBC Offenburg erwischte es dabei leider auch. Im ersten Spiel gegen den späteren Vizemeister VfL Kellinghusen (Schleswig-Holstein) begannen die TVB Mädels stark und hielten bis zum Schluss mit. Erst beim 14:14 schenkten sie das Spiel durch einen unnötigen Fehler ab. Ähnlich der Spielverlauf im zweiten Durchgang. Immer wieder in Führung liegend, musste man sich trotzdem mit 9:11 geschlagen geben. Gegen den TV Hallerstein lief es zuerst wieder gut. Nach einem 11:9 Erfolg ging man optimistisch in den zweiten Satz. Ein verkrampfter, nervöser Auftritt in allen Mannschaftsteilen führte zum Satzverlust mit 6:11.Bei Punktgleichheit mit dem Team aus Bayern (1:3) landete der TVB auf dem dritten Platz in der Gruppe und war somit schon aus dem Titelrennen ausgeschieden. 

In den Viertelfinals setzten sich der Vfl Kellinghusen nach Anfangsproblemen gegen den NLV Vaihingen durch. Der MTV Diepenau (Niedersachsen) gab den jungen Mädels aus Hallerstein keine Chance auf einen Satzgewinn. Schneverdingen (Niedersachsen) siegte souverän über den NLV Vaihingen. Das letzte Spiel des Tages war auch das Spannendste. Der TSV Karlsdorf bezwang den TSV Gärtringen (Schwaben) in einem Duell auf Augenhöhe im Entscheidungssatz 11:8.

Am Sonntagmorgen hatte das Heimteam eine nervenaufreibende Auseinandersetzung mit dem ESV Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) und im dritten Satz (14:12) endlich einmal das nötige Quäntchen Glück. Die Auseinandersetzung Bretten/Offenburg gegen Görlitz/Dresden (Sachsen) war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Mit den Satzergebnissen 13:11, 9:11, 11:9 setzte sich die Badische SG knapp, aber verdient durch und holte sich einen nicht unbedingt zufriedenstellenden 9. Platz.

Die Trainer Axel Rottenecker, Wilken Appenzeller und Harld Muckenfuß waren sich einig:“Vielleicht war der Heimvorteil ein Nachteil. Unsere Mädels waren sehr nervös und nicht gewohnt vor so vielen Fans zu spielen. Außerdem fehlte am Samstag eine wichtige Spielerin. Gegen Kellinghusen hätte ein Punkt mehr zum Satzerfolg und damit zum Erreichen des Halbfinales gereicht. Eine bessere Platzierung wäre auf jeden Fall möglich gewesen!“

Im ersten Halbfinale spielte Kellinghusen großartig auf und bezwang den dabei chancenlosen TV Jahn Schneverdingen 11:2 und 11:5. Der Endspielgegner wurde im Spiel Diepenau gegen Karlsdorf ermittelt. Der Nordmeister holte sich deutlich den ersten Durchgang, hatte aber im zweiten erhebliche Probleme gegen die nie aufgebenden Karlsdörfer (12:10).

Die Bronzemedaillen gingen an den TV Jahn Schneverdingen, der den TSV Karlsdorf in 2 Sätzen (12.10,11:8) bezwingen konnte.

Die ersten beiden Sätze im Finale waren hart umkämpft und zeigten ein hohes Spielniveau.  Kellinghusen holte sich den ersten (11:9), Diepenau den zweiten Durchgang (13:11!). In der Verlängerung konnten sich die Mädels aus Niedersachsen nochmal deutlich steigern und mit 11:6 Kellinghusen auf den zweiten Platz verweisen.

Der TV Diepenau wurde damit verdient Deutscher Meister 2026 der weiblichen Jugend U 16 im Hallenfaustball.

Bei der Siegerehrung, bei der Politiker aus Bretten (Bürgermeister Michael Nöltner und Gemeinderat Wolfgang Lübeck) und Oberderdingen (Gemeinderat Alfred Woll und Gemeinderätin Ellen Nowitzki), sowie Landtagsabgeordnete (Pascal Haggenmüller und Ansgar Mayr) ihre gespendeten Pokale überreichten, zeigte sich Harald Muckenfuß als Abteilungsleiter und OK-Chef sehr zufrieden mit dem organisatorischem Verlauf der Meisterschaft. „Ich glaube, wir haben, auch auf ungewohntem Terrain, in der kleinen, aber freundlichen Halle in Oberderdingen , mit viel Herzblut und Liebe zum Detail ein großartiges Event organisieren können. Unser Dank für außergewöhnliche Unterstützung geht an die  ca. 300 ZuschauerInnen und Fans. Vor allem auch an unsere ca. 60 HelferInnen . Wir alle haben über 2 Tage hinweg einen tollen, hochklassigen und fairen Faustballsport mit den besten Faustball Spielerinnen Deutschlands erleben dürfen.“ Auch Thomas Stiebler als Offizieller  Faustball Deutschlands stimmte zu. Er beschloss die Veranstaltung mit der Übergabe eines Glaspokals als Dank für die gelungene Ausrichtung.