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| Olympischer Spitzensport, Gerätturnen

Silja Stöhr ist Deutsche Meisterin im Mehrkampf

Spannung bis zur letzten Übung erlebten die über 4.000 Zuschauer im Kampf um den Deutschen Meistertitel im Gerätturnen-Mehrkampf der Frauen.

Foto: minkusimages/DTB

 Am zweiten Tag (24. Juli) der Finals setzte sich am Ende Silja Stöhr (SG Heddesheim) knapp mit 53,301 Punkten gegen die Titelverteidigerin Karina Schönmaier vom TuS Chemnitz-Altendorf (52,933 Punkte) und Pauline Schäfer-Betz (KTV Chemnitz, 51,800 Punkte) durch. 

Nach dem dritten Gerät, dem Balken, schob sich Stöhr erstmals vor Schönmaier und ließ sich die Führung auch am Boden nicht mehr nehmen. Lange mussten die beiden Turnerinnen auf ihre abschließenden Wertungen warten, da das Kampfgericht noch einen Einspruch prüfte. Demnach realisierte die frisch gebackene Deutsche Meisterin zunächst gar nicht, dass sie den Titel gewonnen hatte. „Ich habe das am Anfang gar nicht verstanden und es überhaupt nicht realisiert, da ja meine Wertung geändert wurde. Ich dachte der Name wäre falsch“, sagte die Heddesheimerin im Anschluss und gab einen Einblick in ihre Gefühlslage: „Ich bin total überwältigt und kann es noch gar nicht glauben, jetzt eine Goldmedaille zu haben. Ich bin einfach überglücklich. Das hätte ich mir niemals erträumen können.“
In der gesamtausbeute liest sich Siljas Bilanz der Finals noch besser: Silber gab es für die BTB-Athletin im Barren, Bronze am Balken und Silber am Boden.

Pauline Schäfer-Betz turnte ihren ersten Mehrkampf nach drei Jahren. „Die größte Herausforderung war es heute bei mir zu bleiben und den Fokus auf die wesentlichen Dinge zu lenken. Das ist mir heute insgesamt gelungen und klar ist es schön, jetzt auf Platz 3 gelandet zu sein.“ Fest im Blick hat Schäfer-Betz dabei ihre Ziele für die Zukunft und sagte: „Ich möchte mich für das Team umfangreich anbieten und dafür brauche ich vier Geräte. Das war heute ein sehr wichtiger Schritt diesen Mehrkampf zu turnen.“