Hinter dem DTB-Team entwickelte sich ein enges Rennen um die weiteren Platzierungen. Italien belegte mit 303,250 Punkten Position drei und lag damit lediglich 0,400 Punkte hinter Deutschland. Die Schweiz folgte mit 298,450 Punkten auf Platz vier, Frankreich wurde mit 292,400 Punkten Fünfter.
Besonders am Pauschenpferd und am Barren sammelte die deutsche Riege wichtige Punkte. Mit 50,500 beziehungsweise 51,350 Zählern erzielte das Team an diesen beiden Geräten jeweils den höchsten Mannschaftswert des Teilnehmerfeldes. Für Deutschland gingen Davyd Alshanov, Nikita Prohorov, Andrei Mihai, Kimi Köhnlein, Philipp Steeb und Alexander Belenki an die Geräte.
Auch in der Einzelwertung setzte Alshanov ein Ausrufezeichen. Mit 75,900 Punkten belegte er den vierten Platz und verpasste das Podium lediglich um einen Punkt. An Barren und Reck erzielte er jeweils 13,250 Punkte. Nikita Prohorov kam mit 73,750 Punkten auf Rang elf, direkt dahinter folgte Andrei Mihai mit 73,550 Punkten auf dem zwölften Platz. Kimi Köhnlein erreichte mit Übungen an fünf Geräten 63,450 Punkte und Rang 25. Philipp Steeb wurde mit 60,150 Punkten 26. Alexander Belenki kam bei seinen beiden Einsätzen auf insgesamt 22,400 Punkte. Den Sieg in der Einzelwertung sicherte sich der Schweizer Ben Schumacher mit 78,550 Punkten. George Atkins aus Großbritannien belegte mit 77,250 Punkten Rang zwei, der Italiener Pietro Mazzola wurde mit 76,900 Punkten Dritter.
Robert Hirsch, Nationaltrainer Nachwuchs resümierte nach dem Wettkampf: Der zweite Platz ist für uns ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Junioren-Europameisterschaften. Nach dem schwierigen Start am Sprung hat die Mannschaft eine starke Reaktion gezeigt und sich im Verlauf des Wettkampfs deutlich gesteigert. Besonders am Barren konnten wir mit dem besten Mannschaftsergebnis im Vergleich zu den anderen Nationen überzeugen. Natürlich waren noch einige Fehler und Instabilitäten dabei, unter anderem am Reck und am Pferd. Dennoch haben wir insgesamt sehr solide geturnt und gezeigt, dass wir hinsichtlich der Stabilität international schon gut aufgestellt sind. Für uns war das ein wertvoller Test, aus dem wir wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung mitnehmen.