In der Altersklasse K10 25+ stieg Madeleine Crnjak mit ihrer tempogeladenen Reifenkür in das Wettkampfgeschehen ein und begeisterte gleichermaßen Kampfrichterinnen und Zuschauer. Auch die nachfolgende Ballkür turnte sie mit viel Einfühlungsvermögen und erhielt hierfür hohe Wertungen. Platz 7 im Zweikampf bedeutete für M. Crnjak ihre bisher beste Platzierung auf nationaler Ebene im Einzelwettbewerb. Nochmals jubeln konnte die Mosbacherin bei der anschließenden Finalbeurteilung der besten Acht in den Einzelgeräten: Mit der viertbesten Wertung für ihre Reifenkür holte sie sich eine tolle Finalplatzierung hinter Gymnastinnen aus Neubrandenburg, Traunstein und Hamburg und wurde zudem mit einem starken 6. Platz für ihre Ballkür belohnt, ebenso ein Riesenerfolg! Schade, dass aufgrund der hohen Temperaturen am Wettkampftag das dritte Handgerät Seil, für die K10 gestrichen wurde.
In der Altersklasse K10 18+ platzierte sich Karolina Wilk mit ihren zwei sauber ausgeturnten Küren Ball und Reifen im nationalen leistungsstarken Teilnehmerfeld auf Platz 16. Alisa Dulski konnte ihre beiden schwierigkeitsgespickten Küren mit Reifen (14.) und Ball (18.) überzeugend präsentieren, zufrieden mit ihren Auftritten wurde sie bei ihrem ersten Start bei „Deutschen“ in der Einzelgymnastik mit dem 18. Platz bedacht.
Hannah Epp zeigte im Zweikampf der K9 beeindruckende Leistungen. Platz 16 im ausgewählten Feld der besten 23 Gymnastinnen Deutschlands in der Altersstufe 15-17Jahre kann sich sehen lassen. Nach einer sauber ausgeführten Ballkür punktete Hannah besonders mit ihrer schwierigen Seilübung (13.).Viktoria Trinko belegte mit soliden Leistungen im Zweikampf Platz 22.
In der Altersklasse der bis 14Jährigen Schülerinnen K8 gab Rana Yildiz ihr Debüt, zeigte sich bei beiden Küren kämpferisch und erreichte den 17. Platz.
Sonntags füllte sich die große Stadionhalle schnell mit Menschen und Wärme, die über dreißig gemeldeten Teams der Gruppenwettkämpfe bestehend aus drei bis sechs Mannschaftsmitgliedern, gaben ein wunderbar buntes Bild beim Einmarsch mit Abspielen der Nationalhymne ab. In drei Altersklassen kämpften die Teilnehmerinnen um vordere Plätze, vorwiegend mit Reifen oder den Keulen bestückt.
Die jüngere Mannschaft des TV Mosbach „Now and Then“ (11-15 Jahre) mit Sophia Haas, Lenia Slaby, Frida Staab, Lena Tomic, Sophia Ungerer und Emilie Westenhöfer erturnte sich nach intensiven Vorbereitungswochen einen guten 9. Platz bei ihrem ersten Auftritt national. Vor allem der sehr gute 1. Durchgang mit den leuchtend gelben Reifen brachte ihnen eine hohe Bewertung ein.
In der Altersklasse 15+ starteten sowohl die „Fighters“ des TV Mosbach mit Ella Bachert, Hannah Epp, Lenia Schick und Karolina Wilk als auch das eingespielte Team der „Survivors“ mit Madeleine Crnjak, Alisa Dulski, Lara Köhler und Deborah Kohl, beide Teams mit dem Handgerät Reifen.
Die „Fighters“ schafften es mit Platz 10 unter die TopTen, bei ihrer peppigen Choreografie auf die Musik Chic - Le Freak konnten sie ihre abwechslungsreichen Handgerätewechsel bei hohem Schwierigkeitsgrad gut zur Geltung bringen.
Das Team „Survivors“ zeigte eine ausgefeilte Choreografie mit Gänsehautcharakter. Harmonisch aufeinander abgestimmt gelang es Madeleine, Alisa, Lara und Deborah, die Steigerungen in der remixten Fassung der Musik Toccata herauszuarbeiten, die Höhepunkte mit hohen Wechseln und interessanten Elementen zu gestalten und dies bei hoher Geschwindigkeit der aufeinanderfolgenden Schwierigkeiten. Platz 5 mit einem perfekten 2. Durchgang hieß das super Ergebnis für die Mannschaft.
Den Deutschland-Cup am grenzwertig heißen Wochenende hatten die Verantwortlichen des Deutschen Turnerbunds und des SV Halle mit viel Umsicht stattfinden lassen, sehr zur Freude der Gymnastinnen, die sich wochenlang auf den höchsten Wettkampf im Jahr vorbereitet hatten. Ein herzliches Dankeschön gilt auch unseren A-Kampfrichterinnen Julia Waschitschek und Lara Köhler, die zusammen mit Kolleginnen des DTB am Kampfrichtertisch Höchstleistungen erbrachten sowie den vielen mitgereisten Eltern und Fans des TV Mosbach, die auf der Tribüne mächtig Schweißtropfen ließen.