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| Olympischer Spitzensport

Andrei Mihai mit den Junioren bei der EM in Zagreb

Am Donnerstag gingen die Junioren mit Andrei Mihai (TV Lahr), Davyd Alshanov (SC Cottbus), Kimi Köhnlein (TV Wetzgau), Nikita Prohorov (TuS Witten-Stockum 1945) und Philipp Steeb (TV Wetzgau) in der Qualifikation als letztes deutsches Team an die Geräte bei diesen Turn-Europameisterschaften in Zagreb.

Fotos: N. Härtig/24 Passion und W. Zimmer

Im Gegensatz zu den Männern fällt in der Qualifikation auch die Titelentscheidung im Team. Die Youngster von Bundestrainer Nachwuchs Robert Hirsch erzielten den fünften Platz mit 230,029 Punkten. Gold ging an Großbritannien (237,559 Punkte), Silber an die neutralen Athleten (WG2) mit 237,360 Zählern und Bronze an Italien (234,592 Punkte). „Es wäre heute mehr drin gewesen, das ist schon ärgerlich. Pauschenpferd und Barren haben uns hier zu viel gekostet. Trotzdem hat André heute einen wirklich starken Wettkampf geturnt, genauso wie Kimi, für den ich mich sehr freue, dass er an den Ringen nochmal im Finale starten kann, ebenso wie Davyd im Mehrkampf“, sagte Hirsch.

Am Boden gelang den Nachwuchsturnern ein guter Auftakt in den Wettkampf. Mit vielen Landungen in den so wichtigen Stand, zahlten die Wertungen von Kimi Köhnlein (13,400 Punkte), Davyd Alshanov (12 ,700 Punkte) und Philipp Steeb (13,300 Punkte) auf das deutsche Punktekonto (39,400 Zähler) ein. Für eine komfortable Ausgangssituation sorgten am Pauschenpferd André Mihai (12,866 Punkte) und Philipp Steeb (12,566 Punkte) mit ihren Wertungen. Diese konnten Nikita Prohorov und Davyd Alshanov leider nicht in vollem Umfang nutzen. Alshanov stürzte bei seiner Übung vom Gerät (11,800 Punkte), während Prohorov zwar durchturnte, aber unter seinen Möglichkeiten blieb (13,000 Punkte). An den Ringen zimmerte dann Kimi Köhnlein seinen Doppeltsukahara-Abgang in den Stand und sicherte sich damit nicht nur den Bonus von 0,1 Punkten, sondern übernahm auch vorerst die Führung an dem Gerät mit 12,933. Nach allen Subdivisionen auf Platz zwei liegend, hat Köhnlein somit auch für das Finale am Samstag beste Aussichten auf Erfolg. Am Sprung könnten die Schützlinge von Hirsch einige Punkte gut machen. Angefangen bei 12,566 Punkten für Alshanov, steigerten sich die Jungs. 13,433 Punkte gab es für Kimi Köhnlein und Philipp Steeb sprang zu vielumjubelten 14,200 Punkten. Am Barren hatten die Nachwuchsturner dann mit einigen Problemen zu kämpfen. So konnte Nikita Prohorov seinen Abgang nicht stehen (11,700 Punkte) und auch Davyd Alshanov musste einen Sturz in Kauf nehmen (11,666 Zähler). Kimi Köhnlein sicherte dem Team als erster Starter 12,066 Punkte und André Mihai kam auf eine Wertung von 13,033. Durchwachsen ging es am Reck weiter. Während Nikita Prohorov (12,600 Punkte) ein nahezu perfekter Abschluss an dem Gerät gelang und auch André Mihai unter dem lauten „Yes“-Ausruf von Robert Hirsch seinen Abgang einwandfrei stand, musste Philipp Steeb einen Sturz verkraften, der seine Finalträume platzen ließ. Stattdessen floss die Wertung von Davyd Alshanov (12,866 Punkte) in die Teamwertung ein.

Neben Kimi Köhnlein im Ringefinale, wird auch Davyd Alshanov nochmal im Mehrkampffinale an den Start gehen. Der Cottbuser qualifizierte sich auf Platz 25 (73,498 Punkte) für die Einzelentscheidung am Sonntag.

Herzlichen Glückwunsch an Andrei und das restliche Junioren-Team!