TurnGala auch nach zehn Jahren etwas ganz Besonderes

Für das "Showteam Matrix" vom TV Freiburg-Herdern ist die TurnGala in Freiburg ein Heimspiel. Seit 2007 stehen die Breisgauer regelmäßig bei der TurnGala auf der Bühne und sorgen mit ihren immer neuen Choreografien dennoch konsequent für Überraschungen und Steigerung.

Showteam Matrix (Foto: A. Koch)

Das Showteam besteht seit 2004, ist feste Größe in der Bundesspitze des Showwettbewerbs "Rendezvous der Besten" und auch international äußerst erfolgreich. Bereits dreimal wurde die Vereinsgruppe bei der "Gym for Life World Challenge", sozusagen der WM der Showgruppen, mit Gold ausgezeichnet. Die Mitglieder des Showteams trainieren drei- bis viermal pro Woche und sind zwischen 14 und 50 Jahre alt – ein Drittel Männer, zwei Drittel Frauen.

Nachgefragt bei Trainerin Christina Plötze:

Seit 2007 seid ihr Teil der TurnGala. Ist der Auftritt für euch trotzdem noch etwas Besonderes?

"Es ist immer ein tolles Gefühl, bei so einer großen Show mitzuwirken und mit Profis zusammenzuarbeiten. Das Beste daran ist die ansprechende Lichttechnik und die gigantische Bühne sowie ganz besonders das begeisterungsfähige Publikum. Wir sind sogar schon einmal ganz mitgetourt und waren nicht nur in Freiburg als regionale Gruppe dabei. Das Besondere ist vor allem, die Artisten zu treffen, die auf der Tournee sind. Freiburg ist eine Art Heimspiel für uns. Alle erwarten uns und sind gespannt, was wir ihnen dieses Jahr zeigen werden. Jedes Mal sind wir wieder aufgeregt und wollen wissen, ob unsere neue Choreografie beim Publikum ankommt. Es soll immer eine Steigerung geben oder etwas ganz Anderes sein, was keiner erwartet."

Welche Maßstäbe setzt ihr selbst an eure Show?

"Wir wollen innovativ sein und neue Impulse setzen. Wir suchen auch selber immer neue Herausforderungen. So sind wir im Showdance-Wettkampf bei TAF eingestiegen und gleich in der ersten Bundesliga gelandet. Das war sehr aufregend und spannend für uns – dort hatten wir auch ein ganz anderes Publikum. Wir gestalten auch immer wieder jährlich ein abendfüllendes Programm im Freiburger Konzerthaus, wo wir dieses Jahr mit Kindern mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund sowie Studierenden der Uni Freiburg gemeinsam den 'Feuervogel' auf die Bühne gebracht haben. Das war eine ganz besondere Erfahrung! Ich denke, dass es wichtig ist, sich selbst und seinem Team immer wieder neue und unterschiedliche Herausforderungen zu bieten."

Wie entstehen eure Choreografien?

"Die Idee zur Choreografie entsteht in meinem Kopf, die Umsetzung der Ideen erfolgt dann mit meinem Team. Sie übersetzen gemeinsam mit mir meine Vorstellungen und Ideen in Bilder, Bewegungen, Akrobatik und Tanz. Wir probieren viel aus, experimentieren und gestalten auf der Grundlage von Bildern, Zitaten, Gedichten, Materialien. Es macht immer besonders viel Spaß, etwas Neues zu entwickeln und zu sehen, wie alle sich einbringen und wie die Choreografie wächst und wächst. Es ist ein Entstehungsprozess, der gerne mal ein halbes Jahr dauert, je nachdem wie lange das Stück dauert. Auch dann ist es noch nicht fertig. Meine Stücke bleiben lange in Bewegung und werden nach jedem Auftritt verfeinert und verändert – bis es dann passt."

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