Herkunft und Spielstruktur Indiaca

Indiaca ist ein schnelles, rasantes Teamspiel und ähnelt etwas dem Volleyball. Das Spielgerät ist ein Lederball mit Federn, der mit den Händen über ein hohes Netz geschlagen wird. Die Federn am Ende des "Indiaca" stabilisieren die Flugbahn. Eine Mannschaft (Männer, Frauen und Mixed) besteht aus fünf Spielern. Indiaca ist heutzutage mehr als ein einfacher Freizeitsport und wird in zahlreichen Wettkämpfen gespielt – in der Halle und im Freien auf Sand.

Das Spiel Indiaca stammt ursprünglich aus Südamerika. Der Name wurde aus den Wörtern Indianer und Peteca gebildet. Peteca ist der Vorläufer des heutigen Indiacas und wurde von Brasilien nach Deutschland importiert. Früher bestand das Spielgerät aus einem gefüllten Lederbeutel, bei dem die Federn durch Leim und einer Kordel zusammengehalten wurden.

Die heutige Indiaca ist ein 25 cm großer "Federball". Er besteht aus einem abgeflachten Schlagpolster, einem Verbindungsstück und vier Führungsfedern. Diese bewirken, dass der Ball immer schlaggerecht mit dem gepolsterten Boden voran auf den Mitspieler oder Gegner gespielt wird. Der Spielgedanke besteht darin, dass die Indiaca mit einer Hand derart übers Netz ins gegnerische Feld geschlagen wird, so dass sie dort den Boden berührt, bevor sie von der Gegenseite zurückgeschlagen werden kann.

Der Spielablauf ähnelt sehr dem des Volleyballs. Das Spielfeld ist ein Rechteck von 16 x 6,10 Metern, die Netzhöhe liegt, je nach Altersklasse, zwischen 200 cm (Jugend 11 bis 14 Jahre) und 235 cm (Männer 19+). Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern (mind. vier Spieler), bei Mixed-Mannschaften müssen von jedem Geschlecht mind. zwei Spieler auf dem Feld stehen. Indiaca ist heutzutage nicht mehr nur ein einfacher Freizeitsport, es wird als Mannschaftssportart in zahlreichen Wettkämpfen gespielt. Gespielt wird sowohl in der Halle als auch im Sommer auf Sand.

Indiaca-Regeln (Link zum DTB)