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Kindliche Entwicklung durch Bewegung fördern

Vom 21. bis 23. März 2019 findet der 8. Kongress "Kinder bewegen" im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt. Er richtet sich an Erzieher, Übungsleiter, Lehrer, Wissenschaftler, Ärzte, Studierende, Physiotherapeuten und alle Interessierten. Die Kongressangebote beschäftigt sich damit, wie Bildungsprozesse bei Kindern durch Bewegung unterstützt und die kindliche Entwicklung dadurch gefördert werden kann. Über 200 Workshops, Seminare und Vorträge – davon 67 im Themenbereich "Kinderturnen" unter Federführung des Badischen Turner-Bundes – mit Referenten aus dem In- und Ausland erwarten die Teilnehmer.

Laut aktuellen Studien bewegen sich Kinder in Deutschland zu wenig! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt täglich 60 Minuten körperliche Aktivität. Knapp drei Viertel der Kinder und Jugendlichen erreichen dieses Minimum nicht (KIGGS-Studie 2014). Daraus resultieren Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Gelenkbeschwerden und allem voran Adipositas. Über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland sind übergewichtig, fast ein Viertel sogar adipös. "Körperliche Aktivität gilt mehr und mehr als ein zentraler Bestandteil einer gesunden geistigen und physischen Entwicklung von Kindern und ist gleichzeitig Ausdruck der kindlichen Lebensfreude", sagt Prof. Dr. Alexander Woll, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaften (IfSS) des KIT und Kongressreferent.

Weitere renommierte Hauptreferenten des Kongresses sind Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Dr. Sabine Schonert-Hirz, Prof. Dr. Wolfgang Tietze und Prof. Dr. Klaus Bös. Im Rahmen von Vorträgen stellen die Experten ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern vor. Das vielseitige Kongressthema wird somit aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und diskutiert. Darüber hinaus lernen die Kongressteilnehmer innerhalb von Seminaren und Workshops, auf welch vielfältige Weise Bewegungsangebote für Kinder gestaltet und tagtäglich in der Praxis umgesetzt werden können.

"Laut der Krankheits- und Gesundheitsforschung sind die Kindheit und Jugend lange Phasen der Veränderung und erhöhter Anfälligkeit", sagt Prof. Dr. Alexander Woll. Dabei werde Bewegungs- und Sportaktivitäten ein hohes Entwicklungs- und Gesundheitspotenzial unterstellt. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer liefert seit Jahrzehnten Antworten auf Fragen, die Eltern im Alltag beschäftigen, beispielsweise: "Wie kann ich das Denken und Tun meines Kindes fördern? Welche Auswirkungen haben Smartphones und Fernsehen auf mein Kind?". Sein Hauptvortrag steht unter dem Thema "Bewegung und Gehirnentwicklung aus neurowissenschaftlicher Sicht".

Die Bedeutung von der Kleinkindpädagogik für die kindliche Entwicklung wird Prof. Dr. Wolfgang Tietze in seinem Beitrag "Pädagogische Qualität sichern – Zukunftsaufgaben in der Kleinkindpädagogik" erläutern. Einem im Erzieher- und Lehrerberuf sowie bei Trainern im brisanter werdenden Thema begegnet Dr. Sabine Schonert-Hirz mit ihrem Vortrag "Energie statt Stress. Dem Burnout keine Chance".

Eine Fachausstellung, in der sich Partner und Aussteller mit Produkten und Projekten präsentieren, begleitet den Kongress über die kompletten Zeit hinweg und bietet zusätzliche Informations- und Austauschmöglichkeiten. Die Abende der Kongresstage können die Teilnehmer bei Kulturprogramm und der gemeinsamen Abendveranstaltung – dem "Get-Together" – ausklingen lassen.

Weitere Information zum Kongress gibt es unter www.kongress-ka.de.